Gundermann

Fr., 27.09.2019, 19.30 Uhr
So., 29.09.2019, 17.00 Uhr
 
Biographie, Drama, Musik
DE 2018, 126 Min., FSK ab 0
 
Regie: Andreas Dresen
Mit: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl


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gundermann 

 

Biopic über den Liedermacher und Baggerfahrer Gerhard Gundermann, der mit der Band Silly das Album zur Wende vorlegte und den Alltag im Osten vertonte.


Gerhard Gundermann war in der DDR als singender Baggerfahrer bekannt. In seinen Liedern sang er vom Alltag der Arbeiter im Braunkohlerevier der Lausitz, setzte sich kritisch mit dem System auseinander und verarbeitete in dem Song „Sieglinde“ auch sein eigenes Wirken als Spitzel für die Stasi. Gundermann lebte immer zwei Leben: Als erfolgreicher Musiker und als Arbeiter, als Familienvater und öffentliche Person, als Sozialist und als Querkopf, der wegen „prinzipieller Eigenwilligkeit“ aus der SED ausgeschlossen wurde.
Wie hat Gerhard Gundermanns Karriere begonnen? Im Hoyerswerda der frühen 70er-Jahre meldet sich der überzeugte Sozialist zur Offiziersausbildung bei der NVA. Doch Gundermann eckt auch hier bereits an. Als er sich weigert, ein Loblied auf einen General zu singen, wird er auf Bewährung in den Braunkohletagebau geschickt und findet seine wahre Bestimmung im rumpelnden Takt der Bergbaumaschinen.

„Gundermann“ — Hintergründe
Das Biopic über den Ostdeutschen Liedermacher Gerhard konzentriert sich auf die Zeit der 1970er- und 90er-Jahre. Zwanzig Jahre nach dem Tod Gundermanns 1998 wird damit das Leben des eigensinnigen Musikers verfilmt. Für die Band Silly hatte Gundermann Texte geschrieben, mit seinen eigenen Alben spielte er unter anderem im Vorprogramm von Bob Dylan. Als Spitzel für die Stasi hatte Gundermann versucht, Bonzen anzuschwärzen, berichtete aber auch über Arbeitskollegen.


Beim Deutschen Filmpreis 2019 war „Gundermann“ der große Abräumer und wurde mit sechs Lolas ausgezeichnet.

(kino.de)